Gesundheit

Das EMI hilft bei Spendenaktion für die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.

Pressemitteilung Fraunhofer EMI / 05. Mai 2020

Die Forschungsexpertise am EMI bezüglich des 3D-Drucks liegt zwar im Bereich der metallischen Werkstoffe, dennoch konnte durch abteilungsübergreifende Zusammenarbeit über die Medical-goes-Additive-e.V.-Initiative »3D Printing fights Corona« die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. mit 71 am EMI gedruckten 3D-Face-Shield-Halterungen aus Kunststoff für Schulungszwecke unterstützt werden. Die Übergabe der fertigen Face-Shields fand am 29. April 2020 in Berlin statt.

© Fraunhofer EMI
Die am Fraunhofer EMI gedruckten Halterungen für den Gesichtsschutz.

Fraunhofer-Allianz Generative Fertigung als Mitglied des Mobility goes Additive e.V.

Die Fraunhofer-Allianz Generative Fertigung hat als Mitglied der Plattform Mobility goes Additive e.V. (MGA) in Berlin eine Spendenanfrage nach 5000 FDM-gedruckten Face-Shield-Halterungen für die Johanniter erreicht. MGA bildet mit Unternehmen, Institutionen und Forschungseinrichtungen ein führendes internationales Netzwerk, das additive Fertigungen unter anderem im Automotive- und Bahnsektor entwickelt. Zudem wird in mehreren Arbeitsgruppen daran gearbeitet, Additive Manufacturing zum integralen Bestandteil von Produktionsketten zu machen. Die zweite Sparte des Netzwerks heißt Medical goes Additive und hat sich auf europäische Netzwerke für additive Fertigungen im medizinischen Bereich und auf die Ausschöpfung des Potenzials des Additive Manufacturing für medizinische Anwendungen spezialisiert. Während der COVID-19-Pandemie unterstützt der Verein durch die Medical-goes-Additive-Initiative »3D Printing fights Corona« den medizinischen Bereich mit 3D-gedruckten Medizinprodukten.

»Fraunhofer vs. Corona«

Nach dem EU-Aufruf von Medical goes Additive an alle Einrichtungen mit 3D-Druckern, konnte das Fraunhofer EMI im Sinne des Fraunhofer-Aktionsprogramms »Fraunhofer vs. Corona« 71 Face-Shield-Halterungen spenden. Diese wurden am Mittwoch, 29. April 2020, an die MGA-Geschäftsstelle übergeben. Die momentane COVID-19-Situation löst bei der Ausbildung Ehrenamtlicher eine schwierige Beschaffungssituation bezüglich der Schutzausrüstung aus. »Die weltweite COVID-19-Pandemie führt dazu, dass die Gesichtsschilder als eigentlich selten verwendetes Instrument des Arbeitsschutzes plötzlich alltägliches Werkzeug sind. […] Die Pandemie in Deutschland führt dazu, dass vermehrt auch Ehrenamtliche eingesetzt oder für den Einsatz vorbereitet werden. […] Die Ehrenamtlichen können […] [durch die 3D-gedruckten Gesichtsschilder] ausführlich trainieren und müssen dabei kein schlechtes Gewissen haben, dass sie mit der Ausbildung anderen Helfenden die ohnehin knappe Schutzausrüstung vorenthalten«, sagt Dr. Cora Lüders-Theuerkauf, Network-Managerin des Medical goes Additive e.V.

Gesichtsschilde aus dem 3D-Drucker

Die angefragten Teile für die Gesichtsschilde sind 3D-gedruckte Halterungen für einen dünnen, transparenten Kunststoffschild, der verhindert, dass Infektionserreger in das Gesicht gelangen. Nach weniger als einer Woche konnte das EMI am 23. April 2020 71 Halterungen an die Mobility-goes-Additive-e.V.-Sammelstelle in Berlin senden. Die Teile wurden dort mit Gummibändern und Kunststofffolien für den finalen Einsatz versehen und schließlich an MGA übergeben. Neben dem Fraunhofer EMI sind auch das Fraunhofer IAPT, Fraunhofer IGCV, Fraunhofer IPA, Fraunhofer IPT und das Fraunhofer IWU unter den circa 50 verschiedenen Spendern zu finden.

Durch die Zusammenarbeit des Fraunhofer EMI und der verschiedenen Fraunhofer-Institute konnte flexibel und schnell an der Spendenaktion teilgenommen und die Johanniter-Unfall-Hilfe tatkräftigt unterstützt werden. Vielen Dank an den Medical goes Additive e.V. und die Johanniter-Unfall-Hilfe für ihre Arbeit und den Einsatz für die Gesellschaft.