Fraunhofer-Verbund Materials auf der Hannover Messe 2026: »Competitive through sustainable material innovations«, 20. April 2026 - 24. April 2026

#HM26: Nachhaltige Materialinnovationen öffnen die Tür in eine resiliente Zukunft

Die Materialien der Zukunft entstehen häufig in enger Kooperation zwischen Forschung und Wirtschaft, von der Vorlaufforschung in Laboren, Produktionsanlagen und digitalen Entwicklungsumgebungen bis hin zur industriellen Anwendung. Für den Markterfolg werden an sie mehr Anforderungen gestellt als es ihr technischer Anwendungszweck erfordert. Sie müssen ressourcenschonend und nachhaltig sein, möglichst günstig in der Herstellung und idealerweise flexibel in unterschiedliche Anwendungen integrierbar sein. In den Fokus rücken dabei zunehmend nachwachsende und biobasierte Rohstoffe, kombiniert mit neuen, effizienten Fertigungs-, Prozess- und Recyclingtechnologien, die hochfunktionale Werkstoffe und Produkte ermöglichen. Wichtig sind ein konsequentes Umdenken und die Entwicklung gänzlich neuer oder die Verbesserung bewährter Prozesse und Materialien über Branchengrenzen hinweg, von Landwirtschaft und Bau über Medizin bis hin zu Automobilindustrie und Batterietechnologie. So entstehen Materiallösungen, die technische Leistungsfähigkeit mit Nachhaltigkeit und Versorgungssicherheit verbinden.

© Fraunhofer IGB
Aus dem Abfallprodukt Hanfschäben wird im Projekt HanAkku ein biobasiertes Langzeit-Düngeralternative.
Auf dem Foto sind zwei übereinander gestapelte Platten aus Holzschaum zu sehen.
© Fraunhofer WKI | Manuela Lingnau
Diese Holzschaumplatte ist ein hundertprozentiges Naturprodukt aus nachwachsenden Rohstoffen.

Konventionelle, mineralölbasierte Kunststoffe werden in Deutschland vor allem in den Branchen Verpackungen, Bau aber auch Landwirtschaft in großem Umfang genutzt, wodurch eine hohe Abhängigkeit von fossilen Ressourcen besteht. Eine Alternative können oft Materialien sein, die aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden. Neben Aspekten der Resilienz und Klimafreundlichkeit, bieten diese Materialien auch die Möglichkeit, konventionelle Prozesse neu zu designen. So zeigt etwa das Fraunhofer IGB wie aus Abfallprodukten der Hanffaserproduktion biobasierte Düngemittel maßgeschneidert hergestellt werden können. Darüber hinaus zeigt das Institut weitere Materialinnovationen, wie hochtemperaturstabile Polyamide oder modifizierte Dämmplatten auf Wollbasis, anhand von Beispielen aus der Baubranche, dem Obstbau und der Landwirtschaft.  

Inspirationen aus der Natur nutzt auch das Fraunhofer IAP und zeigt ein Material, das auf Myzel-Basis, also dem fadenförmigen Geflecht von Pilzen, erzeugt wird und bei dem je nach Anwendung flexibel Eigenschaften eingestellt werden können.

Aus Nebenprodukten der Forstwirtschaft kann ein Schaumstoff hergestellt werden, der nicht nur nachhaltig und umweltfreundlich ist, sondern durch seine Flexibilität in verschiedenen Bereichen eingesetzt werden kann.

Im Bereich der Medizinmaterialien können Fraunhofer-Technologien die Entwicklung zukunftsweisender Werkstoffe und Produkte ermöglichen. Im Projekt INNOSTENT wurde ein neuartiger und optimierter Stent aus Polymeren entwickelt, der resorbierbar ist und durch eine spezielle Beschichtung ein geringeres Risiko für Thrombose aufweist.

Seit Anbeginn der Zivilisation wird Holz als Baustoff genutzt, der Stabilität mit Nachhaltigkeit verbindet. Das Fraunhofer WKI zeigt in Kooperation mit der Butterweck Holzstoffe GmbH & Co. KG, dass auch ein jahrtausendaltes Material neu erfunden werden kann. Der patentierte Lignew®-Holzschaumwerkstoff besteht aus 100% Holz, kann mit anderen Werkstoffen kombiniert werden und ist eine leichte und ökologische Alternative für zukunftsfähige Leichtbauanwendungen, Verpackungsmaterialien oder Dämmstoffe.

Der Ausbau erneuerbarer Energien und die Verringerung der Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen erfordern auch fortschrittliche Batterietechnologien. Die Entwicklung geeigneter Materialsysteme zur Gewährleistung der Leistungsfähigkeit und Lebensdauer der Batterien ist dabei genauso entscheidend wie effiziente Recyclingprozesse, die die Verfügbarkeit kritischer, sekundärer Rohstoffe und die Nachhaltigkeit von Batteriesystemen erhöhen.

Das Fraunhofer IFAM veranschaulicht an einem Demonstrator, wie durch ein elektrochemisches Verfahren kritische Rohstoffe wie Lithium, Kobalt und Nickel aus Prozesswässern und Recyclingströmen zurückgewonnen werden können. Durch die Aufbereitung kann der Bedarf an primären Rohstoffen reduziert und der Produktkreislauf »Batterie« geschlossen werden.

Als Alternative zur etablierten Lithium-Ionen-Technologie wird ein Siebdruckverfahren entwickelt mit dem Natrium-Ionen-Batterien hoher Energiedichte hergestellt werden können, die nachhaltig, sicher, flexibel und wettbewerbsfähig sind und ohne Lithium auskommen.

 

 

Der Fraunhofer-Verbund Materials zeigt seine Lösungsangebote im Rahmen des Fraunhofer-Gemeinschaftsstands auf der HANNOVER MESSE, Halle 11, Stand D33.

 

 

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