Keramische Leuchtstoffe

Keramische Leuchtstoffe für die Produktmarkierung

© Foto Fraunhofer IKTS

QR-Code auf Basis keramischer Leuchtstoffe zur Chargenverfolgung.

Um Halbzeuge und Produkte zuverlässig, eindeutig und fälschungssicher zu markieren, existieren verschiedenste Kennzeichnungslösungen am Markt. Diese reichen von einer simplen Seriennummer bis hin zu integrierten RFID-Chips. Den speziellen Anforderungen in der Metallverarbeitung werden diese Lösungen meist jedoch nicht gerecht, da sie den extremen Prozessbedingungen nicht standhalten. Keramische Leuchtstoffe des Fraunhofer IKTS ermöglichen hier völlig neue Systeme zur Produktmarkierung oder Chargenverfolgung, da sie sehr robust sind:
Sie sind unempfindlich gegenüber hohen Temperaturen, chemischen Einflüssen, starker Feuchte oder intensiven elektromagnetischen Feldern.

Keramische Leuchtstoffe zeigen als Reaktion auf optische Anregung wie beispielsweise Laserbestrahlung eine ausgeprägte Lumineszenz. Wie stark sie nachleuchten, kann kundenspezifisch angepasst werden. Da diese Anpassung sowohl während als auch nach der Synthese der Leuchtstoffe erfolgen kann, entstehen Eigenschaften, die nur unter hohem Zeit- und Kostenaufwand kopiert werden können und damit fälschungssicher sind. Dieser Vorteil kann z. B. bei der Markierung von Ersatzteilen oder anderen Komponenten genutzt werden.

Die keramischen Leuchtstoffe lassen sich Tinten oder Pasten einfach beimischen, so dass sie direkt mittels Sieb- oder Tintenstrahldruck auf die Bauteile aufgebracht werden können. Da nur kleinste Materialmengen verdruckt werden, ist eine Beeinflussung der Werkstückeigenschaften oder der Haftung von Beschichtungen auszuschließen. Die mit Leuchtstoffen versetzten Tinten und Pasten sind sicher und umweltfreundlich, so dass keine weiteren Arbeitsschutzmaßnahmen notwendig sind. Durch den hohen Kontrast zwischen Markierung und Trägermaterial ist ein Auslesen in allen Beleuchtungssituationen möglich.